Was ist Sozialbegleitung?

  • Sozialbegleitung ist eine vertrauliche und zuverlässige Beziehung
  • Sozialbegleitung findet wöchentlich für 1-2 Stunden statt
  • Sozialbegleitung ist unterstützender Kontakt ohne Veränderungsanspruch vonseiten des/der Sozialbegleiter:in
  • Sozialbegleitung stützt Betroffene unter anderem bei der Bewältigung von Alltagssituationen und dem Neu- bzw. Wiederaufbau von Sozialkontakten
  • Sozialbegleiter:innen fördern Betroffene in ihren gesunden und konfliktfreien Bereichen
  • Sozialbegleiter:innen arbeiten ehrenamtlich und unterliegen der Schweigepflicht
  • Sozialbegleitung ist für Betroffene freiwillig, kostenlos und vertraulich

Erreichbare Ziele in der Sozialbegleitung 

  •  Stärkung der gesunden Anteile der/des Betroffenen
  •  Verbesserung der Lebensqualität
  •  Wiedererlangung von größtmöglicher Eigenständigkeit
  •  Aufhebung von Isolation und Diskriminierung
  •  Entlastung der Angehörigen

Wie funktioniert Sozialbegleitung? 

  • Anträge auf Sozialbegleitung werden von Angehörigen, Betroffenen, Sozialarbeiter:innen, Ärzt:innen oder psychosozialen Zentren an den Verein gestellt
  • In einem Vorgespräch werden die Wünsche der/des Klient:in geklärt
  • Nach Auswahl eines/einer geeigneten Begleiterin wird der Erstkontakt hergestellt. Wenn Klient:in und Begleiter:in eine Zusammenarbeit für möglich halten, werden weitere Treffen (wann, wo, wie) vereinbart. Vorgaben sind Regelmäßigkeit und Zuverlässigkeit der Kontakte
  • Sozialbegleitung wird als Praxis bei verschiedenen Studien und Ausbildungen (z.B. Sozial- und Lebensberater*innen) anerkannt

Was bedeutet Sozialbegleitung für den/die Sozialbegleiter:in? 

  • Sozialbegleitung bietet die Möglichkeit, sich ehrenamtlich, sozial, unter klaren Rahmenbedingungen zu engagieren, sich bewusst an gesellschaftlicher Gestaltung zu beteiligen. Ehrenamt bedeutet ethische Verantwortung zu leben und sichtbar zu machen
  • Der relativ geringe Zeitaufwand von 1 bis 2 Stunden pro Woche, die Übernahme nur einer/s Klient:in und die freie Zeiteinteilung sind Vorteile des Ehrenamts
  • Die Betreuung der Sozialbegleiter:innen durch hauptamtliche Mitarbeiterinnen und die monatlich angebotene, kostenlose Supervision sind wichtige Bestandteile der Sozialbegleitung. Supervision bietet die Möglichkeit in einer Gruppe mit einer/m professionellen Supervisor:in die Begleitung zu reflektieren, aufgetretene Probleme oder Konflikte anzusprechen und sich Rat, Unterstützung und Anerkennung zu holen
  • Der Besuch der kostenlosen Schulung "Einführung in die soziale Psychiatrie" ist Voraussetzung für zukünftige Sozialbegleiter:innen, vermittelt Wissen über psychische Erkrankungen und den Umgang mit Betroffenen.  Sie bietet Einblicke in die Arbeit bereits aktiver Kolleg:innen und stellt für die extramurale Psychiatrie wichtige Einrichtungen und deren Angebote vor
  • Sozialbegleitung ermöglicht Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung, sowie die Überprüfung der eigenen sozialen Kompetenzen.

Wer sind unsere Ehrenamtlichen Sozialbegleiter:innen?

  

Sozial engagierte Menschen, die als ehrenamtliche Mitarbeiter:innen des Vereines für diese Tätigkeit durch die Schulung "Einführung in die soziale Psychiatrie" vorbereitet werden. Sie bringen Interesse, psychische Stabilität, Belastbarkeit, stabile Lebensumstände und wöchentlich 1-2 Stunden Zeit mit. Ein Mindestalter von 20 Jahren ist ebenso Voraussetzung.

Sie nehmen an aktuellen Weiterbildungen teil und reflektieren ihre Arbeit regelmäßig in Supervisionen.

 

Was Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen bei pro humanis NICHT sind… 

  •     …Ersatz für Heimhilfe
  •     …Ersatz für Altenpfleger:innen
  •     …Taxi- oder Einkaufsdienst etc...

 

FACHBEREICHSLEITUNG: informiert - vernetzt - begleitet

Unsere Fachbereichsleiter:innen Julia, Veronika und Birgit unterstützen unsere Ehrenamtlichen Sozialbegleiter:innen und stehen ihnen stets helfend zur Seite:

Fachbereichsleiterinnen:

Graz:  Julia Schäfer, M.A.

Bezirke Nord:   Veronika Lutzmann

Bezirke Süd:   Mag.a Birgit Golds-Duarte